Der Fuchs und die kleine Fee, Epilog

Am Ende meiner Geschichte treffen sich alle Hauptpersonen am Ausgang der Höhle. Das Ende des alten Weges ist für alle zugleich die Mitte eines anderen Weges und der Anfang eines ganz neuen Weges. Der große Fuchs trägt nun genau wie die Fee ein schimmerndes Zauberkleid und ist sich dessen dankbar bewusst. Auch die Fee ist durch ihre Wanderung mit dem kleinen Fuchs zu einem besseren Verständnis ihres alten Freundes gelangt. Die kleine Elfe ist genauso glücklich wie der kleine Fuchs, nun Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der sich die Erwachsenen darum kümmern, dass es den Kleinen gut geht. Wohin die Reise nun geht, wissen wir nicht, aber wir nehmen einfach mal an, dass sie nun alle glücklich leben bis ans Ende ihrer Tage.

Jeder ist was er ist und darf das auch sein

Unsere beiden Hauptpersonen haben auf ihrem jeweils langen Weg im Grunde das Gleiche gelernt: die Fee hat gelernt, dass sie eine Fee ist, mit allen Stärken und Schwächen, die zu ihrer Persönlichkeit gehören. Der Fuchs hat gelernt, dass er ein Fuchs ist, mit allen Stärken und Schwächen, die zu seiner Persönlichkeit gehören. Erwachsene Menschen, die sich über ihr eigenes Wesen zutiefst bewusst sind und sich selber so akzeptieren, wie sie eben sind, haben das, was man allgemein als Charisma bezeichnet. Sie wirken auf andere Menschen unwiderstehlich. Nicht wie unschuldige Kinder, die andere durch ihre Unschuld bezaubern, sondern weil sie gelassen und klar sagen, was sie zu sagen haben. Sie rechtfertigen sich nicht für das, was sie sind, sondern gehen ihren Weg in dem Bewusstsein, dass es dafür keine Alternative gibt. Und weil sie mit sich selber im Reinen sind, können sie auch andere genauso akzeptieren, wie sie sind.

Vorbild und Wegweiser

Menschen, die als Erwachsene zu diesem Bewusstsein gelangt sind, sind (nicht nur) für Kinder wertvolle Vorbilder. Wenn wir davon ausgehen, dass unsere Gesellschaft sich tatsächlich zu einer Friedensgesellschaft entwickeln wird, dann brauchen wir Vorbilder. Wir brauchen Menschen, die verstehen, woher sie kommen, warum sie zu dem geworden sind, was sie geworden sind und die Wege gefunden haben, alte kriegerische Verhaltensmuster zu überwinden.

Neue Wege sind immer unbekannte Wege

Wohin der Weg jetzt führt, kann keiner wissen. Wir kennen nicht die Herausforderungen, die in der Zukunft auf uns warten, wir können nur darauf vertrauen, dass die Dinge, die wir gelernt haben uns dafür gut vorbereitet haben. Denn das haben wir mit all den Menschen, die vor uns waren, gemein: ganz egal in welcher Gesellschaft sie gelebt haben, sind die Weisen unter ihnen immer zum gleichen Schluss gekommen. Die einzige Möglichkeit sich in der stetigen Veränderung des Lebens sicher und geborgen zu fühlen, ist, in sich das Vertrauen zu entwickeln, dass wir in einer großen Ordnung am richtigen Ort zur richtigen Zeit sind. Und dass alles was wir erleben, uns immer lehrt, was wir lernen sollen, um unser Vertrauen immer noch mehr zu stärken.