Der Fuchs und die kleine Fee, Kapitel 12 – Die Fee und der kleine Fuchs

Der kleine Fuchs wartet lange darauf, dass sein großer Freund zurückkommt in die Höhle und ihm sagt, was er tun soll. Doch irgendwann gibt er die Hoffnung auf und beschließt, alleine hinauszuziehen in die Welt. Auf dem Weg in den Wald kommt er an einer Felsspalte vorbei, in die er das Jahr zuvor gestürzt war. Dort war er den vielen Wesen der Erde begegnet, die dort hausten. Genau dort begegnet er der Fee, die ihm sagt, dass man diesen Weg nicht zweimal gehen müsse. Sie erzählt dem Fuchs, dass sie wie er als Kind hineingefallen sei und dort den Wesen der Erde begegnet sei. Und beide haben eine Ahnung davon, dass ihnen dort ihr schimmernden Zauberkleid gewachsen ist. Sie beschließen, sich nun gemeinsam auf den Weg um den Berg herum zu machen und dabei ihre Erfahrungen auszutauschen. Abends erreichen sie schließlich den Ausgang aus der Felsspalte, an den sie sich beide noch erinnern.

Im kleinen Fuchs begegnet die Fee ihrem Kindheits-Ich

Ähnlich wie der Fuchs in der kleinen Elfe seinem Kindheits-Ich begegnet und ihr als Erwachsener aus der Misere hilft, trifft die Fee im kleinen Fuchs ihr Kindheits-Ich. Darauf zu warten, dass ein Erwachsener, und dann meistens ein Mann, kommt und ihr sagt, was sie tun soll, ist für Frauen über tausende von Jahren die erwünschte und vielleicht auch bequemste Verhaltensweise gewesen. In unserer Zeit kann dies aber nicht mehr funktionieren. Durch die Entwicklung in unserem Lebensstil funktioniert die Arbeitsteilung die früher üblich war, heute nicht mehr. Zu wichtig ist es geworden, dass Männer und Frauen ihre jeweiligen Talente und Fähigkeiten leben, und die zum Teil hochkomplexen Anforderungen der verschiedenen Lebensfelder erfüllen. Für Frauen ist es deshalb unerlässlich, sich in der Außenwelt zurechtzufinden und sich mit ihrem Wissen dort einzubringen. Dabei heißt dies nicht, dort zu handeln wie es Männer früher gemacht haben, sondern mit ihren Stärken und Schwächen dieses Leben so mit zu verändern, dass alle Menschen ein angenehmes Leben führen können. Für Männer und Frauen heißt es, erwachsen zu werden, die volle Verantwortung für das eigene Leben jeweils selber zu tragen und damit auch Vorbild für die kommenden Generationen zu sein.

Die Welt der Gefühle in die Außenwelt integrieren

Was vor allem Frauen mit in dieses neue (Zusammen-)Leben einbringen, ist die Kenntnis von der Welt der Gefühle. Da ihnen weniger als Männern verboten worden ist, Gefühle in ihrer ganzen Bandbreite zu leben, fällt es ihnen oft sehr viel leichter, sich frei fließend auf das Leben einzustellen. In der Regel sind Frauen deshalb auch enger im Kontakt mit ihren Kindern und eher bereit, Veränderungen zu akzeptieren. Sie laufen dadurch auch weniger Gefahr im Alter zu vereinsamen. Damit aber Frauen mit diesen Verhaltensweisen ihren Anteil in der Außenwelt leisten können, muss sich die Gesellschaft verändern.

Frei und doch geborgen sein

Es braucht andere Formen des Zusammenlebens und andere Formen der Arbeit. Dadurch wiederum werden auch Männer von ihrer Alleinverantwortung entlastet und haben die Möglichkeit mehr Anteil am Familienleben zu nehmen. So kann sich mit der Zeit eine Gesellschaft entwickeln, in der sich jeder frei entfalten kann und trotzdem in der Gemeinschaft geborgen bleibt.